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Was ist CO2 Kompensation 2 ?

Was ist CO2 Kompensation? 

Das Klima unserer Welt wird bekanntlich nachhaltig von den Treibhausgasen in der Atmosphäre beeinflusst. Besonders der Ausstoß des Gases CO2 spielt bei Betrachtungen der Klimaveränderungen eine entscheidende Rolle. Mit steigendem CO2-Gehalt wird die Atmosphäre für die von der Erde reflektierte langwellige Wärmestrahlung immer undurchlässiger, was zu einem Temperaturanstieg führt (Treibhauseffekt).

Jeder Mensch stößt in seinem alltäglichen Leben durch verschiedenste Aktivitäten CO2 aus. CO2-Kompensation ist ein Mittel zum Klimaschutz, bei dem der durch anthropogene Aktivitäten verursachte Treibhausgas-Ausstoß, durch Speicherung in Kohlenstoffsenken und Einsparungsmaßnahmen an anderer Stelle ausgeglichen wird. An welchem Standort die Einsparung der Emissionen erfolgt ist dabei irrelevant. Der gesamte Treibhausgas- Ausstoß bei einer CO2 verursachenden, aber kompensierten Aktivität, liegt also theoretisch bei netto null. 

Wie funktioniert das? 

Zunächst müssen die anfallenden CO2-Emissionen berechnet werden. Dies geschieht durch Benutzung der App, indem wir die Anzahl der gefahrenen Kilometer messen und anhand dieser das ausgestoßene CO2 berechnen. Du kannst aus verschiedenen Anbietern und Projekten auswählen, was dir am meisten zusagt. 

Welche Standards gibt es?

Es ist wichtig auf die internationale Zertifizierung der Projekte zu achten. Die Grundlage des Kompensationsvorganges ist der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM). Ziel des CDM ist es Entwicklungsländern zu unterstützen eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen und anthropogene Klimaveränderungen zu verhindern. Auf Basis des CDM gibt es zwei große Standards, die Projekte verifizieren, an denen du dich orientieren kannst: 

  • Gold Standard (GS)
  • Verified Carbon Standard (VCS) 

Projekte mit diesen Zertifikaten erfüllen seriös die Kriterien, die von WWF und anderen internationalen NROs entwickelt wurden, um Umweltverträglichkeit, CO2-Reduzierung und nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. 

Mit wem kompensiere ich? 

Es gibt eine Vielzahl von Kompensationsanbietern. Alle hier angeführten Partner erfüllen zuverlässig Kriterien zur Kompensation und sind gleich gut geeignet, um CO2- Emissionen zu kompensieren. Für welchen Anbieter du dich schlussendlich entscheidest, hängt von deiner persönlichen Präferenz ab. 

Übersicht der Partner:

ClimatePartner bietet Klimaschutzprojekte nach den höchsten Standards wie GS oder VCS in verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Technologien an. Besonders wichtig sind dabei die zusätzlichen sozialen Effekte der Projekte: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die SDGs, sind hier der Maßstab. ClimatePartner ist TÜV-Austria-zertifiziert. 

Die Kosten pro Tonne liegen zwischen 9 € und maximal 19 € für Projekte mit regionaler Ausrichtung. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also zwischen 1.8 € und 3.8 €.

Eine große Auswahl an Projekten in verschiedenen Bereichen macht atmosfair besonders attraktiv. 

Die Kosten belaufen sich auf feste 23€ pro Tonne, womit sie der teuerste Kompensationspartner sind. Teil des Angebotes sind weltweite Projekte nach GS und CDM, aber auch lokale Projekte in Deutschland. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also 4.6 €.

South Pole führen Projekte in den Bereichen Aufforstung, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Wasser durch. Die Kompensation einer Tonne CO2 kostet bis zu 17€ und ist von GS und VCS zertifiziert. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit zur Entwicklung von massgeschneiderten Klimaschutzprojekten, auch in der eigenen Lieferkette. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also bis zu 3.4 €.

Bei Prima Klima handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation. Der Projekt Fokus liegt auf Waldschutz und Aufforstung. Alle Projekte sind nach dem GS und VCS zertifiziert und beschränken sich bei Standorten auf Deutschland, Bolivien, Nicaragua und Uganda. Die Kosten belaufen sich auf 15€ pro Tonne, außerdem ist die Umsetzung eigener Projekte ebenfalls möglich. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also 3 €.

Die UPM Umwelt-Projekt-Management GmbH hat sich als weltweit tätiger Projektentwickler besonders auf bedarfsgerechte Klimaschutzprojekte mit hohem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung spezialisiert. Aktuelles Beispiel: Biogasanlagen für Kleinbauern in Sichuan, China. Darüber hinaus hat die UPM aber auch viele andere Kompensationsprojekte im eigenen Portfolio. Zudem entwickelt die UPM bei größerem Kompensationsbedarf auch Projekte eigens für Kunden und exakt nach deren Vorgaben. Eine Tonne CO2-Minderung kostet bei der UPM bis zu 8,00 €. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also bis zu 1.6 €.

Die Arbeit der NGO Eden Reforestation Projects hat sowohl positive sozio-ökonomische, als auch umweltfreundlichen Auswirkungen. Eden zahlt durch die Wiederaufforstung faire Löhne an verarmte Dorfbewohner. Sie stellen dafür die Ärmsten der Armen an, um im großen Stil Wälder zu pflanzen und sicherzustellen, dass die Bäume wachsen. Die Standorte sind in Äthiopien, Madagaskar, Nepali, Haiti, Indonesien, Mosambik, Kenia und Zentralamerika. Die Kosten pro Tonne liegen zwischen 8 € und 16 €. 1000 gefahrene Kilometer zu kompensieren kostet also zwischen 1.6 € und 3.2 €.